Projekt Showcase: Die Arbeit mit Zaha
Zaha Hadid Architects hat einen Vorschlag für die Neugestaltung des Bahnhofs von Vilnisu und der umliegenden Gebiete erarbeitet. Die Jury zeichnete ihr Konzept "Green Connect" mit der höchsten Bewertung aus.
Als wir in den Projektprozess einbezogen wurden, gab es bereits Bilder des Gebäudekomplexes und der Umgebung. Sie ermöglichten einen Überblick über das Gelände und veranschaulichten seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. So bekamen wir die Chance, die Qualität des Entwurfs auf einer anderen Ebene zu zeigen. Unsere Bilder zielten nicht darauf ab, das Projekt zu erklären, sondern bestimmte Designaspekte zu zeigen.
Wir erkundeten den digitalen Raum, testeten verschiedene Stimmungen und stellten uns unterschiedliche Geschichten vor, die sich an diesem Ort abspielen. Wie Straßenfotografen suchten wir nach Situationen, in denen sich plötzlich alles zusammenfügt.
Die poetischen Qualitäten des Designs boten viele spannende Geschichten, denen wir folgen konnten. Es war ein absolutes Vergnügen, verschiedene Ideen zu verfolgen und mit ungewöhnlichen Szenarien zu spielen. Nach dieser ersten Recherchephase haben wir uns für zwei Konzepte entschieden, die wir weiter verfeinern wollten.
Aussenbild: Die elegant geschwungenen Dächer, die sich räumlich überlagern, machen die Wiederholung der Formen deutlich; beinahe wie Dimensionen in der Zeit. Die anonymen Pendler folgen diesen Formen, von links nach rechts, von rechts nach links, Tag für Tag, wie ein nicht enden wollender Strom von Regen. Doch im Gegensatz zu dieser Routine blinzelt die Sonne durch die Wolken und lässt die spiegelnden Oberflächen glitzern. Das ist die Geschichte des Ehepaars, das unter seinem Regenschirm Schutz sucht und auf die lang ersehnte Ankunft seiner Enkelkinder wartet. Der Moment ist erfüllt von Vorfreude, Freude und Hoffnung auf eine strahlende Zukunft.
Innenbild: Die elegante Tänzerin wirbelt herum und nimmt die fliessenden Formen des Raumes auf. Gefolgt von leuchtenden Lichteffekten, zieht die Performance viele Zuschauer an. Sie sind überwältigt von der inspirierenden Energie und geniessen die Symbiose von Performance und Raum. Auf den ersten Blick übersieht man beinahe, dass es sich um eine Bahnhofspassage handelt.
Die eigentliche Herausforderung des Projekts bestand darin, sich von den Einschränkungen zu lösen. Was wäre, wenn die Ausrichtung der Kamera den menschlichen Bewegungen folgen würde? Was wäre, wenn die Formen einen Dialog auslösen würden? Was wäre, wenn die Wahrnehmung des Raums seine eigene Realität schafft?
Es war eine Ehre, dieses Experimentierfeld zu erkunden, und es gibt noch viel mehr zu entdecken!