Visualisierung der Umfahrung Uznach mit Hochstrasse über grüner Weide, Pferden und einer Person im Vordergrund

Umfahrung Uznach

IG Mobilität Region Uznach

Komplexe Themen erlebbar gestaltet

Die Gemeinde Uznach wird täglich von über 16'000 Fahrzeugen durchquert. Staus sowie Lärm- und Luftbelastungen prägen den Alltag im Zentrum und beeinträchtigen die Lebens- und Wohnqualität spürbar.

Als mögliche Entlastung wurde die regionale Verbindungsstrasse A15-Gaster vorgeschlagen. Die rund sechs Kilometer lange Umfahrung hätte das Siedlungsgebiet von Uznach umgangen, gleichzeitig aber auch Eingriffe in bestehende Natur- und Landschaftsräume bedeutet.

Wir haben eng mit dem Team zusammengearbeitet, das sich mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf Landschaft, Biodiversität und das Leben der Anwohnerinnen und Anwohner kritisch zum Projekt positionierte.

Unser Ziel war es, diese Perspektive nachvollziehbar darzustellen und ihre Argumente visuell erlebbar zu machen. Durch verständliche und atmosphärische Darstellungen konnten ökologische, räumliche und emotionale Aspekte des Vorhabens greifbar werden.

So erhielt die Bevölkerung eine zusätzliche Grundlage, um sich ein eigenes Bild zu machen und eine informierte Entscheidung zu treffen.

Leistungen

  • Visualisierungen für öffentliche Kommunikation

  • Bildstrategie und visuelle Kommunikation

  • Beratung und Prozessbegleitung

  • Fotografie und Drohnenaufnahmen

Visualisierung aus der Vogelperspektive der geplanten Umfahrung Uznach durch das Wiesland bei Uznach
Visualisierung der geplanten Umfahrung Uznach mit Blick von unten auf den Viadukt und einer Kuh auf der Weide

Herangehensweise

Die Umsetzung war besonders komplex, da offizielle Planunterlagen nur eingeschränkt verfügbar waren. Auf Grundlage veröffentlichter PDFs, Screenshots und eigener Recherchen mussten die Informationen eigenständig konstruiert werden.

Gleichzeitig galt es, unterschiedliche Standpunkte zu berücksichtigen, die Kundenanforderungen inhaltlich und kreativ umzusetzen und mehrere Perspektiven zu prüfen, um den bestmöglichen visuellen Standpunkt zu definieren.

Visualisierung der geplanten Umfahrung Uznach mit Blick auf den Viadukt und die Siedlung im Hintergrund

Projektkomplexität

Zentrale Leitidee der Visualisierung war, den Eingriff der geplanten Strasse in die bestehende Landschaft sowie die Auswirkungen auf Bevölkerung und Natur nachvollziehbar darzustellen. Dabei wurden Trassenführung, Anschlussbereiche, Freiflächen und das Verhältnis von Höhe und Breite berücksichtigt, um den Einfluss auf Umwelt, Verkehr und Alltag sichtbar zu machen.

Plakat der Kampagne gegen die Umfahrung Uznach mit Brücken-Visualisierung und dem Slogan «Schandfleck statt Augenweide»
Visualisierung aus der Vogelperspektive der geplanten Umfahrung Uznach durch das Wiesland bei Uznach

Wir machten es zur Aufgabe, die komplexe Situation greifbar und verständlich zu machen. Wir haben die Strassenführung eigenständig modelliert, Gelände, Bebauung und Naturflächen integriert und so die Höhenunterschiede, Breiten, den Verlauf der Trasse sowie die Eingriffe in Natur und Siedlungsgebiet präzise sichtbar gemacht.

Dabei stand unsere Bildsprache konsequent auf Atmosphäre, Nutzung, Massstab, Orientierung und der Beziehung zwischen Architektur, Landschaft und Mensch.

Plakat der Kampagne gegen die Umfahrung Uznach mit Luftbild-Visualisierung und dem Slogan «Betonweid statt Hasenweid»
Bild: Archiv / Christine Schibschid

Unsere Visualisierungen machten die massiven Eingriffe der geplanten Strasse direkt erfahrbar und zeigten eindrücklich die Folgen für Natur, Landschaft und Lebensqualität. Sie förderten eine fundierte Meinungsbildung, regten Diskussionen an und machten die Konsequenzen für Gemeinde, Umwelt und Alltag spürbar.

So wurde das Projekt greifbar und die Tragweite jeder räumlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Entscheidung transparent.


Nur was verstanden wird, kann wirklich überzeugen.

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