Mit dem kontinuierlichen Wachstum von Rotkreuz und seiner zunehmenden Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt entstand der Bedarf, das bestehende Bahnhofsgebiet neu zu denken. Die vorhandene Infrastruktur stiess funktional wie räumlich an ihre Grenzen: Wegebeziehungen waren teilweise unklar, Umstiege wenig intuitiv und der öffentliche Raum fragmentiert. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs sollte ein zukunftsfähiges Zentrum entwickelt werden, das Mobilität, Nutzungsmischung und Aufenthaltsqualität in Einklang bringt.
Wettbewerbsvisualisierungen
Fotografie
Die Herausforderung des Projekts liegt in der Überlagerung von Infrastruktur, Städtebau und Freiraum zu einem funktionierenden Ganzen. Unterschiedliche Verkehrsträger, dichte Nutzungen und klare Orientierbarkeit müssen gleichzeitig gedacht werden, ohne die Aufenthaltsqualität zu beeinträchtigen.
Die Visualisierungen machen Bewegungsflüsse, räumliche Hierarchien und die Nutzung des öffentlichen Raums verständlich und zeigen das Zusammenspiel von Architektur, Freiraum und Mensch als erlebbare Einheit.
Atmosphärische Perspektiven vermitteln sowohl die übergeordnete Struktur als auch konkrete Raumsituationen im Alltag. Die Visualisierungen machen erlebbar, wie barrierearme Wege die Mobilität stärken und Umstiege zwischen Bahn, Bus, Velo und Fussverkehr intuitiv funktionieren. Gleichzeitig zeigen sie die Qualität eines durchmischten Quartiers, in dem Wohnen, Arbeiten und Freizeit selbstverständlich ineinandergreifen.
Der Dorfmattplatz wird als urbaner Mittelpunkt lesbar, das Hochhaus als prägnantes Gegenüber zum HSLU-Campus. Gründächer und klimaangepasste Aussenräume tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei und prägen die Aufenthaltsqualität.
So entsteht ein klares Verständnis für die räumlichen Zusammenhänge und eine lebendige Mitte, die sowohl funktional überzeugt als auch atmosphärisch erfahrbar wird.